Integrierter Pflanzenschutz

Im Rahmen des Pflanzenschutzes werden Maßnahmen durchgeführt, die das Ziel haben, die Pflanzen und Früchte eines Gartens gesund zu erhalten.

Dabei sollte immer nach den Gesichtspunkten des Integrierten Pflanzenschutzes gehandelt werden. Der Integrierte Pflanzenschutz besteht aus einer Kombination verschiedener Möglichkeiten, um Pflanzen gegenüber Krankheiten und Schadinsekten zu stärken oder zu schützen.

Durch die Umsetzung des Integrierten Pflanzenschutzes werden die Belastungen auf den Naturhaushalt, also auch unseren unmittelbaren Lebensraum, minimiert.

Schadtiere

In Haus- und Kleingärten gibt es eine Vielzahl von Insekten, Spinnentieren, Schnecken und Fadenwürmern. Einige dieser Schadtiere haben bei zu starker Vermehrung negative Auswirkungen auf die Qualität und Quantität der Obst-, Gemüse- oder Blumenernte.

Zu diesen Schadinsekten gehören auch die Blattlausarten.

„Ameisenstraßen“ an Baumstämmen lassen auf einen beginnenden oder schon vorhandenen Blattlausbefall schließen. Diese Ameisenarten nutzen die zuckerhaltigen Ausscheidungen der Blattläuse (Honigtau) für die Nahrungsgewinnung.

Sie behüten die Blattläuse vor Fressfeinden und siedeln sie bei Gefahr auf andere Pflanzenteile um. Auf diese Weise tragen Ameisen aktiv zu einer Verbreitung von Blattläusen im Garten bei.

Nützlinge

Im Garten finden sich viele nützliche Insekten, wie Marienkäfer, Flohrfiegen und Schwebfliegen, die als Gegenspieler der Schadinsekten auftreten.

Eine unbeabsichtigte Vernichtung dieser Nützlinge führt häufig zu einer schnelleren Vermehrung der Schadinsekten. Soll eine Insektenbekämpfung im Klein- und Hausgarten durchgeführt werden, sollte in jedem Fall auf Präparate mit nützlingsschonender Wirkung zurückgegriffen werden.

Gründe für mangelhaftes Pflanzenwachstum

Die Gründe mancher Missernten sind in der unbelebten Natur zu suchen. Zu lang anhaltender  Regen mit niedrigen Temperaturen, zu heiße Sommer mit zu wenig Regen, Hagelschlag oder Sturm können Pflanzen schädigen und schwächen.

Geschädigte und geschwächte Pflanzen sind anfälliger für Infektionskrankheiten, die  durch Pilze, Bakterien und Viren hervorgerufen werden.

Fällt die Ernte schlechter als erwartet aus, kann dies auch auf kulturtechnische oder anbautechnische Fehler zurückzuführen sein.

Es ist beispielsweise wichtig die Umgebung von Kulturpflanzen unkrautfrei zu halten. Unkräuter benötigen viel Licht, Wasser, Nährstoffe und Raum, die sie den Kulturpflanzen entziehen.

Bei dem Anbau von Gemüse und Obstgehölzen sollte auf Sortenzüchtungen zurückgegriffen werden, die geringere Anfälligkeiten gegen Pflanzenkrankheiten oder Schadinsekten zeigen (Mehltauresistenz bei Gewächshausgurken, Pfirsichsorten mit geringerer Anfälligkeit gegen die Kräuselkrankheit), um so den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln auf das notwendige Maß zu reduzieren.