Ratten

Vermeidung, Früherkennung und Bekämpfung

Vermeidung

Sie haben aus betrieblichen oder privaten Gründen ein Interesse an vorbeugenden Maßnahmen gegen einen Rattenbefall? Auf unkomplizierte und diskrete Weise werden von uns die baulichen, hygienischen und organisatorischen Gegebenheiten untersucht.

 

Eventuelle „Schwachstellen" können so schnell aufdeckt  und Verbesserungsvorschläge, die einen erneuten Rattenbefall erschweren, mit Ihnen zusammen erarbeitet werden.

 

Früherkennung

Gern stellen wir für Sie ein individuelles auf Ihren Betrieb angepasstes Servicepaket zusammen.

 

Die betrieblichen Kontrollmaßnahmen werden entsprechend Ihren Wünschen nach dem HACCP-Prinzip (Hazard Analysis and Critical Control Points) durchgeführt und beinhalten den Einsatz von Monitoring-Systemen, sowie eine umfassende Dokumentation.

 

Regelmäßige Kontrollgänge ermöglichen die Aufdeckung eines frühzeitigen Rattenbefalls und bieten die Möglichkeit einer schnellen Bestandstilgung.

 

Bekämpfung

Sie haben einen Rattenbefall? Bitte nehmen Sie telefonisch oder per e-Mail mit uns Kontakt auf. Wir helfen Ihnen gern dieses Problem individuell zu lösen.

Erste vorbeugende Maßnahmen

Um Ratten den Zutritt ins Haus zu erschweren sollten alle defekten Kellerfenster und Kellertüren repariert werden. Alle Löcher und Spalten im Keller- und Dachbodenbereich sollten verschlossen werden.

 

Häufige Eintrittsmöglichkeiten ins Haus finden Ratten über Dachrinnenfallrohre und nicht mehr verwendete oder defekte Abwasserleitungen.

 

Oft sind nur kleine bauliche Veränderungen nötig, um Folgeschäden zu verhindern.

"Reich gedeckter Tisch"

Schätzungen gehen davon aus, dass in Deutschland pro Einwohner ca. vier frei lebende Ratten gerechnet werden können.

 

Es gibt viele Gründe, weshalb sich Ratten besonders in einer Stadt gut entwickeln können. Der wichtigste ist sicherlich das reichhaltige Nahrungsangebot.

 

Ratten finden achtlos weggeworfene Lebensmittelreste und machen bald die Plätze ausfindig, wo Enten oder Tauben gefüttert werden. Sie klettern auch in nicht fest verschlossene Müll- oder Biotonnen und bauen sich in Komposthaufen Nester.

 

Wer Lebensmittelreste über die Toilette in die Kanalisation entsorgt, wird auch in höher gelegenen Stockwerken manchmal ungebetene Gäste aus der Toilette erhalten. Bei diesen Tieren handelt es sich um Ratten die herauszufinden versuchen, wo die Quelle dieser „Leckereien" zu finden ist.

 

Der Entzug dieser unnatürlichen Nahrungsquellen wäre damit der erste Schritt den Ratten das „Stadtleben" zu erschweren.

Wanderratte - Hausratte

In Deutschland treten die Wanderratte (Rattus norvegicus) und die Hausratte (Rattus rattus) als wichtige Gesundheits-, Vorrats- und Materialschädlinge auf. Während die Wanderratte in Deutschland sehr häufig anzutreffen ist, hat das Vorkommen der Hausratte in vielen Regionen abgenommen.

Unterscheidungsmerkmale zwischen Wander- und Hausratte:

  Wanderratte
(Rattus norvegicus)
Hausratte
(Rattus rattus)
Ursprung Ostasien Südostasien
Körperlänge (Kopf bis Rumpf) ca. 18-25 cm ca. 16-21 cm
Schwanzlänge ca. 16-21 cm ca. 19-25 cm
Ohren klein, rund, behaart groß, nackt
Gewicht ausgewachsener Tiere zwischen 300-450 g zwischen 150-250 g
Fortpflanzung möglich ab einem Alter von 2,5-3 Monaten möglich ab einem Alter von 2,5 Monaten
Tragzeit ca. 22-24 Tage ca. 22-24 Tage
Würfe pro Jahr 4-6, mit durchschnittlich 9 Jungtieren 4-6, mit durchschnittlich 6 Jungtieren
Lebenserwartung unter Zuchtbedingungen bis 4 Jahre, sonst 1-2 Jahre unter Zuchtbedingungen bis 3 Jahre, sonst 1-2 Jahre
Nahrung ca. 30 g/Tag, tierische und pflanzliche Kost, auch Tierkadaver, benötigt Wasser ca. 15 g/Tag, bevorzugt pflanzliche Kost (Obst, Nüsse, Getreide, Getreideprodukte), Wasserbedarf gering
Vorkommen im Haus bevorzugt kühle feuchte Räume (Keller, Erdgeschoß) bevorzugt wärmere, trockene Räume (Dachgeschoß)
Vorkommen im Freiland an Müllplätzen, in Komposthaufen, in der Kanalisation, an Flüssen/Seen nistet in klimatisch günstigen Regionen (ähnlich Herkunftsregion) in Bäumen und Sträuchern
Medizinisch-hygienische Bedeutung

Ratten wirken auf viele Menschen Angst einflößend und Ekel erregend. Ratten schädigen durch ihre Nagetätigkeit Vorräte oder Materialien. Durch das Absetzen von Kot und Urin verderben sie Lebensmittel und verbreiten Krankheitserreger, wie Bakterien, Viren, Protozoen (tierische Einzeller, die durch Insekten auf Säugetiere übertragen werden können) weiter.

 

Durch den Verzehr von Lebensmitteln, die mit Rattenkot oder Rattenurin kontaminiert sind, können beim Menschen Erkrankungen hervorgerufen werden. Beispiele hierfür sind:

- die Weil´sche Krankheit (Leptospirose),
- die Trichinose (Trichinella spiralis),
- Toxoplasmose (Toxoplasmen) oder
- die Salmonellose (Durchfallerkrankungen).

 

Ratten können Träger von Parasiten, wie der Tropischen Rattenmilbe und dem Rattenbandwurm sein. Ratten stellen somit eine außerordentliche Gefährdung für die menschliche Gesundheit dar. Aus diesem Grunde wurden rechtliche Verordnungen erarbeitet, die beschreiben, was bei einem Rattenbefall und der folgenden Rattenbekämpfung zu beachten ist.

Die rechtlichen Regelungen einer Rattenbekämpfung

Die Berliner Schädlingsverordnung regelt wie bei einem Rattenbefall vorzugehen ist.

 

Der Pflichtige, gemeint ist damit meist der Eigentümer oder Vermieter eines Hauses oder Grundstücks, hat den Rattenbefall seines Eigentums unverzüglich beim örtlich zuständigen Bezirksamt (Abteilung Gesundheitswesen) anzuzeigen und die Bekämpfung der Ratten auf eigene Kosten durchführen zu lassen.

 

Die Bekämpfung darf mit den dafür zugelassenen Mitteln und nur von Fachkräften (Schädlingsbekämpfer mit Sachkundenachweis) durchgeführt werden.

 

Zu einer durchgeführten Bekämpfungsmaßnahme gehört neben der eigentlichen Bekämpfung der Schadnager auch die Befallsermittlung (wie z.B. die Befallsursachenklärung), die Bauwerksbeurteilung (wie z.B. die Festlegung von Abwehr- und Vorbeugemaßnahmen) und die Abschlussarbeiten (wie z.B. das Einsammeln der übrig gebliebenen Giftköder, die Beseitigung verendeter Ratten).

Template by iNet Robots